Briefmarkenauktionen können nicht alle Briefmarken zeigen

Seit die Postbetriebe vor über 100 Jahren angefangen haben, das Befördern von Postsendungen jedem zugänglich zu machen und dafür als Zahlungsmittel die Briefmarke erfunden haben, faszinieren die kleinen Kunstwerke sowohl Künstler als auch Sammler. Im Verlaufe der Zeit hat sich eine schier unüberschaubare Menge an Briefmarken angesammelt, die von den über 150, dem Weltpostverband angeschlossenen Ländern in Umlauf gebracht wurden.
Waren in einigen Ländern teurere Portokosten meist der Grund, neue Briefmarken zu gestalten, verlor in anderen Gegenden die Währung dermaßen an Wert, dass auch die Zahlen auf den Briefmarken korrigiert werden mussten. Heutzutage gilt das kreieren von Briefmarken sogar als Kunstrichtung und es gibt viele Spezialserien, die nur zeitlich Beschränkt verfügbar sind. Dies hat dazu geführt, dass an Briefmarkenauktionen und in einzelnen Katalogen längst nicht mehr alle Briefmarken dargestellt werden können.

Briefmarkenauktionen stoßen bei ihrer Präsentation der Briefmarken ständig an ihre Grenzen wenn es darum geht, die repräsentativen Sammlungen zu zeigen. So ist man auf einen sehr umfangreichen Auktionskatalog und den Sachverstand der Besucher angewiesen. Die meisten Sammler wissen nämlich ganz genau, was sie suchen und natürlich hat sich auch hier, wie in jedem anderen Bereich auch, der Markt auf die Nachfrage eingestellt. Das wiederum stellt eine besondere Herausforderung für jene dar, die sich auf ein nur selten verfügbares Gebiet konzentrieren, oder sich auf gewisse Länder spezialisiert haben. Für Auktionen bedeutet das einerseits ein glückliches Händchen bei der Auswahl der teilnehmenden Aussteller und andererseits die zur Verfügung Stellung großer Ausstellungsflächen. Je mehr Aussteller für eine Auktion begeistert werden können, um so leichter wird es später sein, die entstandenen Kosten wieder zu tilgen.

Das Internet hat dazu beigetragen, dass man sich als Sammler einen ersten Überblick schaffen kann, welche Ware zur Zeit verfügbar ist. Aber auch Auktionskataloge sind für das Metier unverzichtbar. Erst wenn dies geklärt ist, wird der Besuch an einer bestimmten Auktion ins Auge gefasst. Es findet dank Auktionskatalogen und Internet also eine Art Vorselektion statt, die auch durch für die Anbieter anhand der Aufrufe bestimmter Seiten nachvollzogen werden kann. Es wird dem Auktionist also eine Hilfe sein, wenn er dem Besuchern ein möglichst passendes Angebot machen kann. Würde man allen alles recht machen wollen, geriete so mancher Aussteller an seine Grenzen und die Besucher fänden kaum, wonach sie suchten.

Dieser logistischen Herausforderung gehorchend, sind denn die meisten Auktionen auch von Erfolg gekrönt. Organisatoren zufolge würden an professionell aufgezogenen Veranstaltungen mehrere Tausend Besucher angelockt. Nicht zu unterschätzen seien aber deswegen etwa die kleinen Auktionen, bei denen Sammler die sich nur regional bewegten, das eine oder andere Schmuckstück anzubieten hätten, die an einer großen Briefmarkenauktion nie gefunden würden. Sachverstand bringen aber die meisten Sammler mit und das geschulte Auge erlaubt es den Besuchern, schnell die gute Ware aufzutreiben, heißt es aus Organisatorenkreisen weiter.

Nicht zuletzt das Internet, im besonderen Maße aber die aktuellen Auktionskataloge erlauben es Organisatoren als auch Sammlern, die gesuchten Stücke an einer Briefmarkenauktion zu finden. Immerhin haben an so einer Auktion ein paar Millionen Briefmarken Platz. Wie viele davon getauscht, verkauft oder erworben werden, bleibt aber das Geheimnis der Teilnehmer. Schätzungen zu Folge können an einer großen Auktion aber bis zu einer Million Briefmarken ( Schätzung Briefmarken ) ihren Besitzer wechseln und es werden einige Millionen Euro umgesetzt.