Kommunalpolitiker der USA forderten Gedenkmünze als Zahlungsmittel

Die Geschehnisse in der Welt waren im Bereich der Münzengestaltungen immer wieder Gegenstand von heißen Diskussionen. Ganz einfach deshalb, weil die Wichtigkeit der Ereignisse unterschiedlich wichtig eingestuft wurden, oder weil ethische Überlegungen Zweifel an der Richtigkeit von entsprechenden Prägungen ausgelöst hatten. New Yorks Politiker fordern immer wieder eine offizielle Münze als Zahlungsmittel, die an den 11. September erinnern soll. Aber außer einer Gedenkmünze wurde keine weitere Münze realisiert. Dass das Ereignis nicht von Bedeutung gewesen wäre, darüber ist man sich ja noch einig. Der Grund, warum dennoch nicht mehr Münzen mit dem Thema des 11. September verbunden werden, könnte in diesem Fall genau dieser sein: Das Negativerlebnis steckt vielen Menschen noch tief in den Knochen und Zeit seit den Geschehnissen scheint für viele noch zu wenig verstrichen zu sein. Kritiker stellen sich auch auf den Standpunkt, mit einer Geldmünze erweise man auch der „Achse des Bösen“ eine Plattform und die gehöre ganz bestimmt nicht in den Geldbeutel der Amerikaner. Im Land der unbeschränkten Möglichkeiten scheint man also doch auch auf Widerstände zu stoßen, wenn es um dieses heikle Thema gibt. Sicher wird man noch viele politische Vorstöße machen müssen um Gehör beim Volk zu erlangen.

Doch die Kommunalpolitiker der USA lassen nicht locker. Zu prägend sei der 11. September gewesen und jedem Amerikaner müsse auch in ferner Zukunft das Datum ein Begriff sein, vergleichbar mit dem Tag der Unabhängigkeitserklärung, oder der Geburtstage der Gründerväter des Landes. Mit dem Schritt zur Realisierung einer derartigen Münze stünden die USA nicht alleine da. Tatsächlich sind weltweit Ereignisse mit politischem Hintergrund immer wieder Gegenstand von Gestaltungen der Zahlungsmittel gewesen. Euro Münzen zeigen mitunter die Umrisse der EU – einer nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch politischen Verbindung – und auf vielen der Münzen sind länderspezifische Objekte zu sehen, etwa Wahrzeichen oder antike Bauten, die in ihrer Geschichte immer auch einen politisch wichtigen Aspekt beinhalten und für das Land prägend gewesen sind. Land, das sich heute in einen Staatenbund befindet und ohne die Hintergründe der gezeigten Sujets vielleicht nicht so weit entwickelt wären wie heute.

Es spräche also nichts dagegen, auch den 11. September vermehrt als Thema für Münzprägungen zu berücksichtigen. Ob sie den Münzenankauf unter Sammlern ankurbeln, müsste die Zeit zeigen, von der sicher auch einige verstreichen wird, ehe der wahre, oder der Sammler- Wert der Münzen ( Schätzung Münzen ) sichtbar würde. Natürlich müsste es sich um Prägungen mit künstlerischem Wert handeln, die von zeitgenössischen Gestaltern geschaffen werden. In der Vergangenheit waren kunstvoll gestaltete Münzen beim Münzkauf deutlich beliebter, als futuristische Zeichnungen, ohne wirklichen Gehalt. Vielleicht werden sich die Kommunalpolitiker der USA dereinst durchsetzen und neben der Gedenkmünze vermehrt Zahlungsmittel zum Thema 11. September in Umlauf bringen können. Bis es soweit ist, wird wohl noch einige Zeit ins Land streichen und vielleicht ereignen sich noch viel wichtigere und erfreulichere Ereignisse, als der 11. September 2001.

Prägungen von Münzen waren schon immer Träger politischer Ereignisse. Amerikanische Lokalpolitiker fordern nun vermehrt, dass den Geschehnissen um den 11.9. mehr Rechnung getragen wird und auch bei den offiziellen Zahlungsmitteln eine wichtige Rolle einnehmen. Dass diese den Münzenkauf unter Sammlern ankurbeln könnten, steht dabei aber (noch) nicht im Vordergrund.